< Zurück zu den Podcasts

«Eine Beerdigung kann man nicht digital abhalten» - 20. Januar 2021

«Wir versuchen die Trauer-Familien gleich wie in normalen Situationen zu begleiten», erklärt Stephan Bösiger, Reformierter Pfarrer in Langenthal. «Es ist wichtig, dass wir die Menschen begleiten und mit ihnen im Trauerprozess unterwegs sein können und ihnen ein echtes Gegenüber sein zu können in der Auseinandersetzung mit der Situation und dem Zurechtfinden darin sowie im Abschiednehmen.»

Warning: Undefined array key "podcast" in /var/www/vhosts/oekumera.ch/httpdocs/wp-content/themes/Divi-Child/single-project.php on line 31 Warning: Trying to access array offset on value of type null in /var/www/vhosts/oekumera.ch/httpdocs/wp-content/themes/Divi-Child/single-project.php on line 31
Podcast teilen
Code eibetten: <div id="oekumeraPodcastLink"><a href="https://oekumera.ch/podcasts/eine-beerdigung-kann-man-nicht-digital-abhalten/"><img src="https://oekumera.ch/wp-content/uploads/2018/06/oekumera-logo-web.png" alt="Oekumera Podcast" title="Oekumera Podcast"/></a>

 

Dies sei im Moment nicht ganz einfach, beobachtet Stephan Bösiger. «Wir hören überall von distanzieren, vorsichtig sein und Abstand halten – und ich denke, beim Abschied nehmen ist es wichtig, dass man miteinander zusammensein kann und die Trauer miteinander teilen kann, dies nicht nur digital sondern auch physisch. Das widerspricht den Vorschriften. Da das richtige Gleichgewicht zu finden, zwischen Vorsicht und Begegnung, die zum Abschied nehmen wichtig ist, ist eine grosse Herausforderung.»

Anzahl Personen beschränkt

Vieles läuft nicht anders ab, als unter normalen Voraussetzungen. «Man tauscht sich aus im Trauergespräch und trifft sich dann auf dem Friedhof oder in der Kirche um gemeinsam Abschied zu nehmen, dies mit den entsprechenden Schutzkonzepten. Alle tragen Masken und man hält die Abstände ein und die Anzahl Personen bei den Abdankungen ist beschränkt. Dies führt dazu, dass sie oft in einem sehr kleinen Kreis sind. Manchmal sind es nur die Familie und manchmal kommen noch Freunde oder Nachbarn dazu.»

Verunsicherung ist gross

Die Verunsicherung der Menschen sei gross. «Zum Beispiel bei der Frage wo bringt man sich und andere in Gefahr und wo ist es und wichtig, als Trauerfamilie diese Trauer zu teilen. Es ist immer ein Abwägen.» Für die Kirche geht es darum, herauszufinden, was die Bedürfnisse der Menschen sind.

Abschied kann nicht digital sein

«Etwas was mir in letzter Zeit deutlich geworden ist, ist, dass man Abschied nicht einfach in die digitalen Medien verschieben kann. Dass dieses Zusammenkommen unter aller Vorsicht und allen Verunsicherungen etwas ganz entscheidendes ist. Dass man einander anschauen kann, wenn man sich schon nicht in die Arme nehmen kann. Dass man sich zunicken kann, wenn man sich schon nicht die Hand zum Kondolieren geben kann. Dass man zwar einfachere aber doch authentische und direkte physisch direkte Formen pflegen kann, als Ersatzhandlungen, für Dinge, die im Moment nicht möglich sind. Das ist etwas Entscheidendes, das mir wichtig ist und am Herzen liegt. Eine Beerdigung kann man nicht rein digital abhalten.»

Weitere Podcasts:

224 Seiten die zeigen, dass sich die Welt verändern lässt - Oberaargau

Biografie «Wo Jesus barfuss geht»: In ihrer Biografie berichten Markus und Katharina Freudiger, wie sie Gottes Ruf in den Slum von Kolkata folgen – und dort Jesus mitten unter den Ärmsten finden, wo Hoffnung am nötigsten ist. Eine berührende Geschichte über Glauben, Hingabe und Gottes Wirken.

«Sommer Gospel Grenchen» belebt - Solothurn-Grenchen

«In diesem Jahr tritt der Gospel-Chor Wittenbach bei uns auf», blickt Roli Streit, OK-Chef von «Sommer Gospel Grenchen» nach vorne. «Das ist einmal mehr eine Mischung zwischen traditionellem Gospel und urban Gospel. Es ist ein rund 25köpfiger Chor, der den Abend lebendig gestalten wird. Als Vorband haben wir ‘Keep Close’.»

Zwingli-Vorpremiere in Langenthal - Oberaargau

«Der Film zeigt sehr schön, wie die Reformation in Zürich stattgefunden hat», blickt Sabine Müller-Jahn, Pfarrerin in Langenthal nach vorne. «Dies mit Zwingli, der dort massgebend gewesen war. Er war der Initiant der Reformation und er hat sie dort vorangetrieben. Im Film ist zu sehen, wie Zürich ins mittelalterliche Zürich umgestaltet worden ist. Manches wurde mit Computer-Animation gemacht, zum Teil hat man auch umbauten gemacht. Unter anderem wurde das ganze Grossmünster neu gestaltet.»

FOOTER IMAGE