
Friedensgebet in der Reformierten Kirche Herzogenbuchsee - 10. August 2022
Inspiriert durch Friedensgebete in anderen Kirchen lud das Pfarrteam der Reformierten Kirche Herzogenbuchsee ebenfalls zu einem Friedensgebet. «Eine Frau, die als Gast dabei war, sagte, dass wenn wir dies weitermachen, sie gerne mitmachen würde», sagt Sophie Matschat, Pfarrerin in Herzogenbuchsee. «Wir sind zusammengesessen um zu schauen, welches Setting, welche Uhrzeit, wie lange – dann folgte eine zweite Sitzung mit einem grösseren Team und nun sind wir ein Team von drei Freiwilligen und drei Mitarbeitenden von der Kirchgemeinde, die dieses Gebet gemeinsam tragen.»
Ein gemeinsam erarbeiteter liturgischer Rahmen mit Grundelementen findet immer statt, dazu kommt ein Teil, welche von den jeweiligen Leitern selbst gestaltet werden kann.
Die Anlässe sehen jeweils so aus: «Wir sitzen vorne im Kreis im grossen Chorraum, in der Mitte steht die Osterkerze und es sind weitere Kerzen bereit zum Anzünden. Je nach dem welche Person das Gebet leitet, ist die Dekoration unterschiedlich. Wir steigen immer mit dem gleichen Lied ein, mit dem Taizé-Lied ‘Bleibet hier und wachet mit mir’. Und wir haben immer das gleiche Friedenslied und Segensritual zum Schluss.» Aber die Teile dazwischen können unterschiedlich gestaltet werden.
Gedanken zum Unfrieden
Es können auch Gedanken zu anderen Konflikten als der Ukraine geäussert werden. «Es können auch Gedanken zum Unfrieden mit sich selbst oder in Familien sein.
Angebot bleibt bestehen
Gleich ob das Friedensgebet stark frequentiert wird oder nicht, will das Kernteam das Angebot weiterführen. «Angelehnt an die Leipziger-Friedensgebete, die man über Jahre durchgezogen hat und die eine grosse Wirkung hatten, im Wissen, dass es immer Kriege gibt, auch wenn sie nicht an die grosse Medien-Glocke gehängt werden, wie jetzt der Ukraine-Krieg.»
Das Friedensgebet wird jeweils Donnerstags um 19 Uhr in der Kirche angeboten. Im Oktober erfolgt eine Auswertung um zu schauen, ob der Wochentag, die Uhrzeit und das Setting stimmen.