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Venezuela: Pfarreien betreiben Apotheken und Spitäler - 11. Januar 2023

«In Venezuela leben mehrheitlich Christen, der Anteil an Katholiken beträgt rund 90 Prozent, der Anteil ist viel höher als bei anderen Staaten in Lateinamerika, da der Einfluss der USA viel kleiner ist», erklärt Ivo Schürmann, Kommunikationsleiter von «Kirche in Not» (KIN), der das Lang unlängst besuchte.

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«Die Situation ist angespannt und dramatisch», gibt Ivo Schürmann einen Einblick in die Lage in Venezuela. «Die Lebensmittel-Versorgung ist immer noch ein grosses Problem. Das Gesundheitswesen ist am Anschlag und das Schulwesen ist nicht besonders gut. In all diesen Problem-Feldern ist die katholische Kirche aktiv. Es gibt katholische Schulen und Krankenhäuser.»

Ärzte engagieren sich freiwillig

Ausserdem bietet fast jede Pfarrei Mittagstische an. «Damit Kinder und Jugendliche, sowie ältere Menschen und Behinderte einmal pro Tag eine warme Mahlzeit erhalten. Für uns in der Schweiz ist diese Armut und Not fast unvorstellbar.» Fast jede Pfarrei führt eine eigene Apotheke. «Ärzte und Krankenschwestern engagieren sich in ihrer Freizeit in den Pfarreien und kümmern sich um die Menschen.»

Helfer werden befähigt

«Kirche in Not ist ein pastorales Hilfswerk, wir unterstützen den Kirchenbau oder wir unterstützen Ordensschwestern und stehen Priestern bei. Wir kaufen nicht direkt Lebensmittel, aber wir schauen, dass Priester und kirchliches Personal über genügend Ressourcen verfügen, damit sie weiterhelfen und für die Menschen schauen können.»

Gespannte Lage mit Politik

Die Lage zwischen Kirche und Politik ist angespannt. «Der Präsident lässt die Kirche machen, wenn sie ihn nicht zu stark kritisieren. Wenn es Bischöfe gibt, die ihn oder lokale, politische Kader kritisieren, kann dies sein, dass sie Repressalien zu befürchten haben. Ich besuchte einen Bischof, bei ihm war schon oft eingebrochen worden und wenn er dies der Polizei mitteilte, konnte diese ihm nie helfen. Das lässt darauf schliessen, dass die Politik so zum Ausdruck bringt, dass sie mit seiner Rolle als Bischof nicht einverstanden ist.»

Webseite Kirche in Not

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