< Zurück zu den Podcasts

Hunderte von Schweizer Kirchen beten und zeigen die Ungerechtigkeit gegenüber verfolgten Christen auf - 9. November 2025

Der Sonntag der verfolgten Kirche (SVK) sensibilisiert für die Realität der Christenverfolgung weltweit. Diese Veranstaltung für die Kirchen in der Schweiz findet am 9. und 16. November 2025 statt. Jedes Jahr lädt der SVK dazu ein, die Situation der Christen in drei Ländern zu entdecken, in denen sie verfolgt werden. Diesmal sind dies Mali, Myanmar und Nicaragua.

Podcast teilen
Code eibetten: <div id="oekumeraPodcastLink"><a href="https://oekumera.ch/podcasts/hunderte-von-schweizer-kirchen-beten-und-zeigen-die-ungerechtigkeit-gegenueber-verfolgten-christen-auf/"><img src="https://oekumera.ch/wp-content/uploads/2018/06/oekumera-logo-web.png" alt="Oekumera Podcast" title="Oekumera Podcast"/></a>

Laut dem Weltverfolgungsindex, der von Open Doors, einer NGO zur Unterstützung verfolgter Christen, veröffentlicht wird, leiden derzeit 380 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens unter Verfolgung oder Diskriminierung. Das ist jeder siebte Christ weltweit.

Jedes Jahr im November werden die Kirchen in der Schweiz dazu aufgerufen, für die verfolgte Kirche weltweit zu beten, die Ungerechtigkeit, der sie ausgesetzt ist, anzusprechen und sich zu informieren.

Drei Länder im Fokus 

Um das Bewusstsein für religiöse Verfolgung zu schärfen, bietet der SVK 2025 einen Einblick in die Realität und die Herausforderungen der Christen in drei Ländern: Mali, Myanmar und Nicaragua.
In Mali nimmt die Religionsfreiheit immer mehr ab, insbesondere dort, wo Dschihadisten präsent sind und die Einhaltung des islamischen Rechts fordern. Sie stellen weitgehende Forderungen an die Christen: Konversion zum Islam, Unterstützung des Dschihad, Steuern an die Dschihadisten oder Kleidung, die dem islamischen Recht entspricht. Wer vom Islam zum christlichen Glauben konvertiert, muss zudem mit grosser Feindseligkeit seitens seiner Familie und der Gesellschaft rechnen und manchmal auch fliehen.

In Myanmar herrscht seit vier Jahren Bürgerkrieg, und die Bevölkerung sehnt sich nach Frieden. Die Regierungstruppen gehen besonders hart gegen christliche Minderheiten vor. Dörfer werden gezielt angegriffen, Mitarbeiter humanitärer Organisationen und Pastoren werden regelmässig ermordet.

In Nicaragua sind zwar sehr viele Menschen christlich geprägt, doch bestimmte christliche Gemeinschaften werden nicht toleriert oder sind sogar streng verboten. Christen, die sich in der Zivilgesellschaft engagieren, werden regelmässig des Vaterlandsverrats verdächtigt. Sie werden vor ihren Häusern von der Polizei überwacht, verhaftet und misshandelt oder sogar ins Exil gezwungen.  Ein Dossier mit detaillierten Informationen zu diesen Ländern und Handlungsmöglichkeiten kann hier heruntergeladen werden.

Aufruf zum Handeln und zum GebetIn der Schweiz koordiniert die Arbeitsgruppe für Religionsfreiheit (AGR) der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) den Sonntag der verfolgten Kirche (SVK). Für die Ausgabe 2025 dieser Veranstaltung legt sie den Schwerpunkt auf die Aufgabe der Christen in der Schweiz, die Ungerechtigkeit gegenüber verfolgten Christen aufzuzeigen und sich für ihre Sache einzusetzen.

«Die verfolgte Kirche ist unsere Familie. Und wenn ein Glied leidet, ist der ganze Leib betroffen. Entscheiden wir uns also, nicht wegzuschauen. Wagen wir es, zu sprechen, wenn andere es nicht können. Und lasst uns gemeinsam zu einem Volk werden, das seine Stimme für Gerechtigkeit erhebt», lautet das Fazit des gemeinsam verfassten Leitartikels von Philippe Fonjallaz, Direktor von Open Doors Schweiz und Präsident der Arbeitsgruppe für Religionsfreiheit des SEA, und Linus Pfister, Vizepräsident und Direktor der Organisation Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK)

Weitere Podcasts:

Flugplatz-Gottesdienst in Bleienbach - Oberaargau

Auf dem Flugplatz Bleienbach erfolgt am Donnerstag, 14. Mai, ein Gottesdienst. Deshalb die Frage an Pfarrer Pius Bichsel, ob er von einem Ballon aus predigen wird. «Von einem Ballon aus gerade nicht, aber man sitzt zwischen alten Flugzeugen, in einem Hangar der Firma Dätwyler», blickt Pius Bichsel nach vorne.

Gottesdienst mit Glace-Apero - Oberaargau

«Es ist ein Gottesdienst im Pfarrgarten von unserer Kirchgemeinde, wo man direkt auf die Kirche sieht. Ringsherum befindet sich ein schöner Park», sagt Pius Bichsel, Pfarrer von Bleienbach. «Es gibt wunderschöne Musik mit Werner Aeschbacher, der Örgeli spielt, anschliessend gibt es Glace.» Auch 80-Jährige freuen sich, wenn sie ein Eis erhalten.

Pilgern unter Begleitschutz - Oberaargau

«Dieses Projekt hat sich um die Türkin Seyran Ateş, die auch kurdische Wurzeln hat, gedreht; sie ist eine liberale Muslimin», sagt Johannes Weimann, Pfarrer in Herzogenbuchsee, er war als Pilgerbegleiter dabei. «Sie ist leidenschaftliche Pilgerin und setzt sich für Menschenrechte und Religionsfreiheit ein Dies mit dem Pilgerweg zu kombinieren war das Besondere an diesem Projekt.»

FOOTER IMAGE