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Leistungsbilanz der Solothurner Landeskirchen - 5. April 2026

Leistungsbilanz zeigt: Solothurner Landeskirchen und Kirchgemeinden erbringen gesellschaftliche Leistungen im Wert von über 23 Millionen Franken pro Jahr. Zwei unabhängige Studien der Firma «Ecoplan. Forschung und Beratung in Wirtschaft und Politik», Bern, zeigen erstmals systematisch auf, welche gesellschaftlichen Leistungen die Solothurner Kirchgemeinden und Landeskirchen erbringen – und welchen Gegenwert der Kanton für den kirchlichen Finanzausgleich erhält.

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Das Ergebnis: Mit jährlich rund 10 Millionen Franken staatlicher Mittel werden gesellschaftliche Leistungen im Wert von mindestens 23 Millionen Franken ermöglicht.

Die Leistungsbilanz wurde gemäss Gesetz über den Finanzausgleich der Kirchgemeinden (FIAG KG) erstellt und bildet eine wichtige Grundlage für die Beratung zur Festlegung des jährlichen Betrags zur nächsten Berichtsperiode 2027–2032 durch den Kantonsrat.

Untersucht wurden einerseits die Verwendung der Mittel durch die drei Landeskirchen, andererseits die gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Kirchgemeinden im Kanton Solothurn.

Fokus auf gesellschaftliche Aufgaben

Die Studie zur Leistungsbilanz der Landeskirchen zeigt, dass über die Hälfte der Mittel in die Spezialseelsorge und die Fachstellen fliesst – etwa in die Spital-, Gefängnis- oder Notfallseelsorge. Allein in der Spitalseelsorge werden jährlich rund 9’500 Kontakte verzeichnet. Weitere Mittel gehen an Drittorganisationen wie Caritas, HEKS oder die Dargebotene Hand, deren Angebote allen Menschen offenstehen – unabhängig von Religion oder Herkunft.

400’000 Stunden Arbeit pro Jahr in den Kirchgemeinden

Die zweite Studie untersucht erstmals die Leistungen der Kirchgemeinden selbst. Hochgerechnet auf den ganzen Kanton leisten diese jährlich rund 400’000 Arbeitsstunden – das entspricht 238 Vollzeitstellen. Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Freiwilligenarbeit: Rund 46 Prozent dieser Leistungen werden ehrenamtlich erbracht.

Der von Ecoplan konservativ berechnete monetäre Wert dieser Leistungen beträgt mindestens 19.8 Millionen Franken pro Jahr. Gebäude, Infrastruktur oder immaterielle Effekte wie sozialer Zusammenhalt sind dabei nicht eingerechnet.

Finanzausgleich als gesellschaftlicher Hebel

Zusammen mit den Leistungen der Landeskirchen ergibt sich ein gesamter gesellschaftlicher Nutzen von mindestens 23 Millionen Franken pro Jahr. Die Studien kommen damit zum Schluss, dass der kirchliche Finanzausgleich als Hebel wirkt: Er ermöglicht Leistungen, die sonst ganz oder teilweise vom Staat oder den Gemeinden übernommen werden müssten.

Die Leistungsbilanz wird öffentlich zugänglich gemacht und dient als sachliche Grundlage im Hinblick auf die Beschlussfassung des Kantonsrates zur Festlegung des jährlichen Beitrags ab 2027.

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