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Lepra-Mission aus Herzogenbuchsee trifft UNO-Botschafter in Genf - 23. Januar 2019

«Anlässlich des Weltlepra-Tages vom Sonntag, 27. Januar, reise ich nach Genf», blickt Markus Freudiger, Geschäftsleiter der «Lepra-Mission Schweiz» nach vorne. «Dies um verschiedene Diplomaten und Botschafter zu besuchen und ihnen eine Petition zu überreichen.» Mit dieser werden Einforderungen verlangt und Empfehlungen abgegeben.

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Der Hintergrund ist, dass immer noch viele Menschen, die von Lepra betroffen sind, sowie ihre Familienmitglieder wegen der Krankheit diskriminiert werden.

Hinter der Petition steckt eine ganze Kampagne. «Mit dieser wollen wir vor dem UN-Menschenrechtsrat Empfehlungen abgeben, indem wir Beispiele aufzeigen, wo Menschen immer noch diskriminiert werden.»

Diskriminierende Gesetze

In manchen Ländern gibt es diskriminierende Gesetze. «In 45 Ländern gibt es noch 178 Gesetze, die immer noch gültig sind und durch die Menschen mit Lepra diskriminiert werden. Zum Beispiel ist es ein Grund, dass sie sich scheiden lassen können.»

Zum Teil wird ihnen auch das Recht verwehrt, dass sie sich für Wahlen aufstellen lassen können. «Oder in Indien alleine gibt es über 700 Lepra-Kolonien, in denen die Menschen aus dem Rest der Gesellschaft ausgestossen werden.»

«Diskriminierung muss aufhören»

Mit dieser Kampagne soll erreicht werden, dass die verschiedenen Staaten dies beenden. «Im UN-Menschenrechtsrat gibt es den Mechanismus des periodischen Prüfungsverfahrens mit dem die UN-Mitglieder geprüft werden.»

Bei diesen Versammlungen stellen andere Staaten jeweils Fragen und sie geben Empfehlungen ab. «Und da wollen wir, dass die Diskriminierungen gegen Menschen, die von Lepra betroffen sind und ihre Familienangehörigen aufhören.»

Vision 2035

Pro Jahr werden 48 Staaten überprüft. «Während diesen Prüfungen hoffen wir, dass unsere Empfehlungen berücksichtigt werden und über die nächsten Jahre etwas geschieht. Die Vision, die wir als Lepra-Mission haben ist, dass sich bis ins Jahr 2035 kein Kind mehr mit Lepra ansteckt. Es ist die Geissel der Menschheit und dieser möchten wir endgültig den Stecker ziehen.»

Webseite der Lepra-Mission Schweiz

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