
Gospel bringt Hoffnung in Corona-Zeiten - 26. August 2020
«Sommer-Gospel-Grenchen»: Die Organisatoren haben sich nicht in der Jahreszeit geirrt: Der Anlass stand für Hoffnung in Corona-Zeiten. Der Gospel-Anlass gehörte zu den ersten Veranstaltungen in der Stadt nach dem Lock-down. Rund 280 Besucher waren dabei und gingen bei den mitreissenden Gospel-Rhythmen mit, sagt OK-Chef Roli Streit.
Zum zehntem Mal luden die Organisatoren zu «Sommer-Gospel-Grenchen». Diesmal unter ganz besonderen Vorzeichen: Viele Konzerte und Veranstaltungen in der ganzen Schweiz wurden wegen Corona abgesagt.
Zu den ersten Konzerten in der Region gehörte der Jubiläums-Gospel-Anlass «Sommer-Gospel-Grenchen».
«Immer aktuell»
«Gospel ist zu allen Jahreszeiten aktuell», sagt OK-Chef Roli Streit. Und er sei Ausdruck der Freude und Hoffnung. Sowie in den Ursprüngen, im Black Gospel. «Negro-Spirituals sind Songs, die von Leidensgeschichten der Sklaven handeln und von deren Hoffnung in Gott.»
Oft wurden die Lieder damals auf Baumwollfeldern und unter erbärmlichsten Umständen komponiert und sie handeln von Unterdrückung und Gefangenschaft. «Diese gesungenen Gebete verhalfen den afrikanischen Arbeitern, durchzuhalten und mit Lebensenergie in die Zukunft zu schauen.»
Hoffnungszeichen in Leidenszeit
Auch von diesem Hintergrund her passte das Gospel-Festival vorzüglich in die aktuelle Corona-Zeit: Gospel als Hoffnungslicht mitten in der Zeit, wo sich viele Menschen tiefgreifende Fragen stellen und teilweise niedergeschlagen sind.
Drei Formationen standen auf der Bühne: Die Tanzgruppe Round-About eröffnete den Abend gefolgt von Nick Mellow. Als Hauptact trat die Vollblutt-Gospel-Sängerin und Wahl-Grenchnerin Bernita Bush auf.
Das Gospel-Zeichen der Hoffnung wurde auch von der Stadt Grenchen mit grossem Wohlwollen begrüsst.