< Zurück zu den Podcasts

Kirche in Aarwangen mit Drive-Through-Sammlung für Ukraine - 9. März 2022

«Unsere Kirchgemeinderätin Vreni Jäggi hat eine Freundin aus der Ukraine, die sofort ihre Kontakte zu Landsleuten in der Ukraine zur Regierung und zur Botschaft in Bern hat spielen lassen, um Hilfsgüter-Transporte zu organisieren», sagt Sandra Karth, reformierte Pfarrerin in Aarwangen. «Ich schlug vor, dass wir eine Sammelaktion machen. Wir verschickten Flyer und stellten diesen auch ins Internet, mitsamt einer Materiallist.» Die Reaktionen waren überwältigend.

Podcast teilen
Code eibetten: <div id="oekumeraPodcastLink"><a href="https://oekumera.ch/podcasts/kirche-in-aarwangen-mit-drive-through-sammlung-fuer-ukraine/"><img src="https://oekumera.ch/wp-content/uploads/2018/06/oekumera-logo-web.png" alt="Oekumera Podcast" title="Oekumera Podcast"/></a>

«Viele Menschen meldeten sich. Jemand fragte, ob wir eine ganze Palette Desinfektionsmittel oder Einweg-Geschirr brauchen können», erinnert sich Sandra Karth. «Die Rückmeldungen waren unglaublich. Zwischenzeitlich waren wir uns nicht sicher, ob wir uns vielleicht übernommen haben und ob der Lkw vielleicht zu klein ist. Nach der ersten Sammelaktion kann ich aber beruhigt sein, wir konnten alles Material in den Lkw laden – und dieser ist auf dem Weg in die Ukraine.»

Drive-Through-Sammlung

Weil der Platz beim Kirchgemeindehaus sehr begrenzt ist, wurde die Aktion auf den Friedhofsparkplatz verlegt. «Die Leute wurden mittels Schildern und Feuerwehrleuten dorthin geleitet. So konnten wir ein Verkehrschaos vermeiden.» Auf den Schildern war zudem ein QR-Code angebracht, mit Tipps, was man noch für die Menschen in der Ukraine, zum Beispiel Geld spenden oder Unterkünfte anbieten. Ausserdem war der Link zur Broschüre «Mit Kindern über Krieg und Frieden sprechen» war dabei. «Wir wurden trotz allem überrascht, wie viele Menschen kamen.» Sie kamen mit ihren Gütern zum Lkw. Dort wurde es gesichtet und angeschrieben und verladen. «Eine Freiwillige führte Buch, das war nötig für den Zoll. Es sind zum Beispiel 460 Säcke an Kleidung, 80 Kisten mit Hygiene-Produkten und 45 Kartons mit Lebensmitteln zusammengekommen.» Für die nächsten Sammeltage werden nur noch Lebensmittel, Schlafsäcke, Taschenlampen und Kerzen gesammelt – denn das ist das, was die Menschen am dringendsten brauchen.

Ins Handeln gekommen

«Ich war berührt, von den vielen Telefonaten und WhatsApp-Nachrichten. Am Samstag habe ich mich sehr gefreut, über die Solidarität und gelebte Nächstenliebe aus dem Oberaargau und der Region. In den vielen Gesprächen beim Annehmen der Waren wurde deutlich, dass die Aktion auf zweifache Weise hilft.» Einerseits den Menschen in der Ukraine und gleichzeitig auch den Menschen hier. «Durch die Aktion kamen wir ins Handeln. So ging es mir persönlich, aber auch vielen Spendenden und Helfenden.»

Webseite der Reformierten Kirche Aarwangen

Weitere Podcasts:

Biologisch gärtnern mitten in Buchsi: Der Kirchengarten steht allen offen - Oberaargau

Der Kirchengarten auf dem Kirchenareal in Herzogenbuchsee ist mehr als ein Gemüsegarten. Hier treffen sich Gartenbegeisterte regelmässig zum biologischen Gärtnern, teilen Setzlinge und verteilen im Herbst gemeinsam die Ernte.

Runway Run Bleienbach – für medizinische Flüge - Oberaargau

Der GP von Bern lockt mit dem Versprechen, die «10 schönsten Meilen der Welt» zu bieten. Nun lädt MAF im gleichen Kanton zu den «10 schönsten Kilometern der Welt». Die Strecke des Runway Run ist absolut einzigartig: Die Runden werden in Bleienbach auf der Landebahn des Flugplatzes gerannt. Eigens dazu ruht der Flugverkehr während dieser Zeit.

Christenverfolgung erreicht alarmierende Ausmasse - Bucheggberg-Wasseramt

In Eritrea werden Christinnen und Christen aufgrund ihres Glaubens unter widerlichen Umständen gefangen gehalten und erhalten kaum zu essen. Indien und Mosambik sind zwei weitere Länder, in denen die Christenverfolgung sich zunehmend verschärft. Am diesjährigen Sonntag der verfolgten Kirche vom 12. und 19. November, der von der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA-RES organisiert wird, gedenken die Kirchen in der Schweiz besonders der verfolgten und unterdrückten Christen in diesen drei Ländern.

FOOTER IMAGE