
Konferenz «Porno frei» - 6. November 2019
«Bei dieser Konferenz können die Inhalte ganz spezifisch gewählt werden», blickt Konferenzleiter Philipp Roth nach vorne. «Es gibt dazu elf Sessions durch die man auf die individuelle Situation Hilfestellung geboten erhält.» Dies zum Beispiel für Eltern die mit dem Thema gegenüber dem Kind überfordert sind. «Oder für Porno-süchtige Frauen und Männer oder deren Partner oder wie man es in der Kirche oder Schule präventiv besser ansprechen kann – ganz individuell kann sich jeder den Inhalt selbst wählen.»
Pornosucht ist gleich wie die Alkohol- und die Nikotinsucht: «Das hat man festgestellt, als man überprüfte, was im Gehirn von Porno-Süchtigen vorgeht. Dabei stellte man fest, dass dies ganz ähnlich ist wie bei Porno- oder Nikotinsüchtigen.»
Es beginnt schleichend
Es sei schleichend, wie sich dies im Leben etabliere. «Und meistens sind auch die Folgen erst später spürbar. Wie bei den Rauchern die Lunge erst später Schaden nimmt, ist es bei den meisten so, dass es in der Sexualität später im Verlaufe der Jahre Schaden in der Beziehung und dem sexuellen Gefühlen nimmt.»
Ziel: Tabu auflösen
Das Ziel der Träger- und Partner-Organisationen ist es, dass das Thema enttabuisiert werden kann. «Oft wird darüber einfach geschwiegen. Nur schon das Reden hilft. Wir wollen einfach die gesunde Sexualität in der Ehe fördern, das Tabu auflösen und Wege aufzeigen wie man aus dem Porno-Konsum rauskommen kann.»
Die erste Porno-Frei-Tagung wird am 23. November 2019 in Aarau durchgeführt.