< Zurück zu den Podcasts

Weltverfolgungs-Index 2019 erschienen - 30. Januar 2019

Im Januar ist der neuste Weltverfolgungs-Index erschienen. Patrick Schäfer, Büroleiter des Deutschschweizer-Büros von Open Doors, der Organisation, welche den Index erarbeitet: «Es hat wieder eine Zunahme der Verfolgung gegeben. Darunter eine grosse Zunahme von Christen, die wegen ihrem Glauben ermordet worden sind. Es gibt zudem Länder, die wieder auf dem Index sind, die schon lange nicht mehr drauf waren, wie zum Beispiel Russland.»

Podcast teilen
Code eibetten: <div id="oekumeraPodcastLink"><a href="https://oekumera.ch/podcasts/weltverfolgungs-index-2019-erschienen/"><img src="https://oekumera.ch/wp-content/uploads/2018/06/oekumera-logo-web.png" alt="Oekumera Podcast" title="Oekumera Podcast"/></a>

Eine negative Entwicklung war insbesondere auch in China zu registrieren. «Gerade durch die Kontrolle von Xi Jinping, die er auch auf die Kirchen anwendet, dass diese immer stärker überwacht werden, kommen da fast wieder Zustände hoch, wie zu Zeiten von Mao. Und nach wie vor schlimm ist die Situation in Indien. In Indien haben wir die Situation, dass der Druck zunehmend wächst. Dadurch haben wir in diesem Land eine immer schwierigere Situation. Indien ist zum ersten Mal in der Top-10. Das ist für eine Nation mit so vielen Christen verheerend.»

China: Überwachung wächst

In China sei es so, dass im Zuge der Überwachung der Druck auch auf die Kirchen kommt. «Zum Beispiel darf das Kreuz nie höher sein als die chinesische Flagge oder dass man in Kirchen verlangte, anstelle eines Bildes von Jesus eines von Xi Jinping aufzuhängen.» Dies zeige, dass der Staat höher als die Religion stehen wolle. Die Religion soll an den Rand gedrängt werden. «Das ist ein erster Trend, der kommt und ich kann mir vorstellen, dass da noch schlimmere Dinge kommen werden. Aber es sind schon jetzt beunruhigende Signale.»

Indien: Viele Übergriffe

In Indien ist nach wie vor die BJP-Partei am Regieren. «Dadurch nimmt der Druck ständig zu. Immer mehr Menschen werden überfallen. Dort verzeichnen wir eine grosse Zahl an Übergriffen. Es ist beunruhigende, wenn in einem solchen Land so viele Angriffe auf Christen und Kirchen geschehen. Es sind 100 Kirchen, die im vergangenen Jahr angegriffen worden sind – oder 12’500 Christen, das ist eine riesige Zahl und die Dunkelziffer ist noch höher.»

«Es muss immer wieder ein Thema werden»

Der Druck auf Christen weltweit, Open Doors geht von 245 Millionen verfolgter Christen aus, müsse immer wieder ein Thema sein, sagt Patrick Schäfer: «Gerade die Schweiz hat immer mal wieder ungemütliche Themen angesprochen. Mich dünkt in letzter Zeit ist man von dieser Tradition ein wenig abgewichen. Es darf wieder mehr kommen, dass Länder herausgefordert werden, Schritte in eine andere Richtung zu tun und nicht einfach stetig Verschlimmerungen zulässt. Das könnte politische Konsequenzen haben aber es müsste konkret durchgezogen werden. Es ist für uns ein Anliegen, dass Politiker das Aufnehmen in Gespräche mit Vertretern aus diesen Ländern, dass nicht nur die wirtschaftlichen Beziehungen sondern auch die Menschenrechte ein Thema sind.»

Webseite Open Doors

Weitere Podcasts:

224 Seiten die zeigen, dass sich die Welt verändern lässt - Oberaargau

Biografie «Wo Jesus barfuss geht»: In ihrer Biografie berichten Markus und Katharina Freudiger, wie sie Gottes Ruf in den Slum von Kolkata folgen – und dort Jesus mitten unter den Ärmsten finden, wo Hoffnung am nötigsten ist. Eine berührende Geschichte über Glauben, Hingabe und Gottes Wirken.

Welt-Lepra-Tag 2026: Lepra: Heilbar und trotzdem nicht besiegt - Oberaargau

Am Sonntag, dem 25. Januar, wird der Welt-Lepra-Tag begangen. Er markiert eine Zeit des Umbruchs: Einerseits machen Fortschritte in der Forschung Hoffnung, andererseits ist der Weg bis zum «Sieg» über Lepra noch lang – doch die Anstrengungen lohnen sich.

Junge Solothurner in Taizé: Leben, feiern, beten, schweigen - Bucheggberg-Wasseramt

«Taizé ist eine kleine Ortschaft in Burgund», sagt Thomas Boutellier, Leiter der katholischen Jugend-Fachstelle des Kantons Solothurn. «Er hat aber einen grossen Anziehungspunkt. Rund hunderttausend Jugendliche sind pro Jahr vor dort und feiern mit den rund hundert Brüdern, die dort leben, regelmässig Gottesdienste. Sie essen miteinander, tauschen sich über den Glauben aus und über Bibeltexte.»

FOOTER IMAGE