< Zurück zu den Podcasts

Heilige drei Könige? - 2. Januar 2019

Am 6. Januar wird der Dreikönigstag gefeiert. Dieser Brauch geht zurück auf die Besucher aus dem Orient bei der Krippe von Jesus Christus in Bethlehem. In der Bibel ist dieses Ereignis ein wenig anders beschrieben, erklärt Thomas Ruckstuhl, der katholische Stadtpfarrer von Solothurn.

Podcast teilen
Code eibetten: <div id="oekumeraPodcastLink"><a href="https://oekumera.ch/podcasts/heilige-drei-koenige/"><img src="https://oekumera.ch/wp-content/uploads/2018/06/oekumera-logo-web.png" alt="Oekumera Podcast" title="Oekumera Podcast"/></a>

«Wenn man es genau nimmt, heisst es in Matthäus im zweiten Kapitel: ‘Es kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: «Wo ist der König der Juden?»’ Das ist alles, was wir wissen, nichts von drei, nichts von Königen. Sterndeuter kann man in einem etwas engeren Sinn verstehen, dass sie aus einer Priesterklasse gekommen sind. Aus einer arabischen oder persischen oder babylonischen. Wer sie waren und was sie taten – darum herum gibt es eine grosse Legendenbildung darum herum.»

Reliquien Verehrung

Im Mittelalter entstand eine Verehrung ihrer Reliquien. «Zuerst wurden sie in Mailand verehrt und später in Köln. Dort gibt es den berühmten Schrein wo ihre Reliquien verehrt werden – von Caspar, Melchior und Balthasar. Sie erhielten Namen, man sagt, Caspar, der Afrikaner, Melchior der Europäer und Balthasar der Europäer. So hat sich das immer mehr konkretisiert. So sind drei Könige aus ihnen geworden.»

Seither hat sich darum herum eine ganze Wahlfahrt nach Köln entwickelt.

Brauchtum auch in Solothurn

Auch in Solothurn hat sich darum herum ein Brauchtum entwickelt. «Es gibt die Sternsinger-Aktion. Kinder verkleiden sich als die drei Könige. Sie ziehen eine Krone und schöne Gewänder an. Und sie haben auch die Geschenke Gold, Weihrauch und Myrre welche den Königen zugewiesen werden. Und sie gehen von Haus zu Haus um zu singen.» Sie sammeln für das Werk «Kinder für Kinder», durch welches Kinder-Projekte in der ganzen Welt gefördert werden.

Was hinter «CMB» steckt

«Das ‘CMB’, das für ‘Caspar, Melchior, Balthasar’ steht, wird auch als Segen über die Häuser geschrieben», erklärt Thomas Ruckstuhl. Dies zusammen mit dem Jahr. «Das bedeutet: ‘Christus mansionem benedicat‘ – ‚Christus segne dieses Haus‘. Das ist der Neujahrssegen oder der Dreikönigs-Segen, den die Kinder Vorbeibringen und die Abkürzung über dem Türsturz einschreiben.»

Webseite der Katholischen Kirche der Stadt Solothurn

Weitere Podcasts:

Mit Pflanzen Brücken bauen: Die 10. Bibel-Garten-Tagung kommt nach Aarburg - Olten-Niederamt

«Zuerst wollten wir einen Bibelgarten machen», erinnert sich Markus Bill, Initiant und Präsident des Vereins «Religionsgarten Aarburg». «2010 habe ich einen Bericht über den Bibel-Garten in Gossau gelesen, da begann mich dies zu interessieren.» Zehn Jahre vergingen, in denen Markus Bill stets in Kontakt mit der Gemeinde in Aarburg war. Dann erfolgte der Startschuss. Nun wird die zehnte Bibelgarten-Tagung organisiert, mit Ausstrahlung und Teilnehmern bis nach Rostock.

Kirche bricht Eis mit Konzert - Olten-Niederamt

«Die Geschichte dieses Konzerts ist etwas länger», erinnert sich Thomas Friedrich, Leiter der Fachstelle Kirchenmusik des Kantons Solothurn. «Wir führen immer wieder Kurse durch und ein Thema ist die Gregorianik.» Als Abschluss hätte das Gelernte zusammen mit Orgelmusik aufgeführt werden können …

Taizé-Singen in Solothurn findet wieder statt - Solothurn-Grenchen

«Ich war sehr gespannt, ob überhaupt jemand kommt», erinnert sich Verena Schreier, welche die Taizé-Feiern in Solothurn zusammen mit ihrem Mann Siegfried und dem Ehepaar Elisabeth und Gunnar Paulsson organisiert. «Denn vorwiegend erscheinen eher ältere Menschen und diese sind eher vorsichtig. Wir waren rund acht oder neun Personen.»

FOOTER IMAGE