
«ABBA» meets Church - 11. Januar 2026
«Die Leute werden ganz viel Musik erleben», blickt Thomas Wehrli, Pfarreiseelsorger und Theologe in Grenchen und Bettlach nach vorne. «Das ist ein zentraler Moment von diesem Anlass. Ich habe für mich festgestellt, dass da, wo die Gespräche enden, beginnt die Musik erst. Es ist ein niederschwelliger Zugang.»
Die Musik bietet zu ganz existenziellen Fragen wie Trauer, Freude, Trennung, Liebe einen ganz anderen Zugang, beobachtet Thomas Wehrli. «Da wird ganz viel verarbeitet in diesen Songs, das man beim Hören vielleicht gar nicht reflektiert, das ich aber versuche, theologisch zu nutzen und Impulse zu geben. Mir geht es nicht darum, Theologien mitzugeben, sondern lebensnahe Impulse zum Nachdenken und zum Weiterdenken.»
Zehn «ABBA»-Songs im Programm
«Es ist eine Mischung zwischen zehn Songs und kurzen Impulsen dazwischen», blickt Thomas Wehrli dem rund 90-Minütigen Programm entgegen. Das Ziel ist, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer gesättigt hinausgehen; dass sie etwas spüren und etwas mitnehmen können. «Freude, tanzen – das ist biblisch ein wichtiger Teil, Klage ist ein Teil aber auch die Freude ist ein Teil. Dieser Anlass soll Freude stiften und gleichzeitig nachdenklich machen im Sinn von: ‘Da nehme ich etwas für das Leben mit.’»
Erste Ausgabe mit Taylor Swift
Ein Anlass wurde bereits mit Songs von Taylor Swift durchgeführt; der Event kam gut an. Nun sind jährlich drei solche Anlässe geplant, Iris Ballabio performt jeweils die Songs und Thomas Wehrli steuert die Gedankenimpulse bei.
Dieses zusätzliche Format soll Menschen ansprechen, die sonst keinen grossen Bezug zur Kirche haben. Beim Anlass mit Songs von Taylor Swift wollte man junge Menschen ansprechen und durfte feststellen, dass die Leute generationsübergreifend angesprochen werden. Dies soll nun auch mit «ABBA» erreicht werden. «Ein wichtiger Aspekt der Kirche ist das Gemeinschaft-haben, miteinander unterwegs sein, miteinander etwas teilen – das wollen wir ermöglichen.»
Start am Feuer vor der Kirche
Das Programm beginnt um 18 Uhr, ab 17 Uhr kann man sich am Feuer vor der Kirche bei Punsch und Glühwein treffen.
Ein Teil des Formats sind jeweils auch Einspieler von Videos und Dokumentationen aus dem Leben der Band. «Es geht darum, die existenziellen Fragen am spezifischen Leben der Band festzumachen. Bei ‘ABBA’ werden sicher die vielen Trennungen ein Thema sein; wie sie damit umgegangen sind und was wir daraus lernen können.»
